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Lug und Trug

Ich bin ja selbst Marketingfrau. Aber gegen Verkauf durch glatte Lügen habe ich etwas. Es ist mir schon zweimal passiert, dass mir lächelnd ins Gesicht gelogen wurde. Einmal durch Promoter von Arcor, die mir eine "unverbindliche Information" zuschicken wollten (ich habe im laufe des Gesprächs mehrmals nachgefragt, ob es wirklich erstmal nur um Infos ginge - aber ja, natürlich). Als ich dann den Antrag, den ich unterschrieben hatte, in Ruhe durchlas, sah ich, dass ich eine komplette Umstellung meiner gesamten Telekommunikation auf Arcor unterschrieben hatte. Natürlich machte ich fristgerecht von meinem Rücktrittsrecht gebrauch und kam so schadlos aus der Sache raus.

Beim zweiten Mal war es eine Promoterin des Deutschen Fachverlages, Probeabo der Zeitschrift "Horizont". Ich fragte noch, ob das Probeabo sich auch wirklich nicht automatisch in ein Abo verwandle, sondern ich vorher gefragt würde. Ein klares, lächelndes "Ja" war die Antwort. Pustekuchen, nach dem Probeabo flog mir kommentarlos die Rechnung für ein Ganzjahresabo in die Bude.

Auf meine diversen, schriftlichen Beschwerden reagierte der Verlag so lange nicht, bis schließlich so ein Geldeintreiberservice mir eine nochmal um 50 Euro höhere Rechnung ins Haus schickte. Weil ich ja so säumig sei mit der Zahlung. Logisch, auf jede Mahnung hatte ich mit einem Widerspruch, nicht mit einer Zahlung reagiert. Vom Verlag/ Aboservice des Verlages kam dazu gar nichts.

Gegen die Geldeintreiber hatte ich dann gar keine Handhabe mehr. Also zahlte ich - in Raten, weil ich die ganze Summe nicht auf einmal aufbringen konnte.

In meiner Vereinbarung steht nun etwas von 3 Cent Zinsen pro Tag. Bin mal gespannt, ob nach meiner gerade angewiesenen letzten Rate nun noch ein Bescheid über die Zinsen kommt. Viel Kohle für nichts und wieder nichts, denn die Zeitschrift Horizont ist auch nur so ein Klatschblatt der Marketingbranche: keine verwertbaren Informationen außer vielleicht den Stellenanzeigen. Die aber auch online einsehbar sind, kostenlos. Deshalb wollte ich ja auch das Jahresabo gar nicht haben. Ich habe dort auch gebeten, die Lieferungen einzustellen. Nicht mal das funktioniert, ich darf die ganzen ungelesenen Zeitungen stetig zum Altpapier schleppen.

Richtig höhnisch fand ich es, als auf meine nochmalige Beschwerde und ausdrückliche Kündigung des Abos ein Brief kam, in dem der Standardtext stand, wie schade es doch sei, mich als Abonenten zu verlieren. Eine Antwortpostkarte mit Gründen zum Ankreuzen und einem Adressfeld nebst Unterschrift lag dabei, bei dem dann - wieder mal kleingedruckt - steht, dass man damit ein neues Abo bestellt. Die versuchen es mit allen Tricks, bitten um Feedback, um ihr Magazin zu verbessern und holen sich so wieder Abonenten.

Gerade sah ich einen Bericht, nach dem auf dem Fifa-Fanfest hier in Hamburg Leute von der Telekom eingeladen wurden in die Telekom-Fanecke. Beim Eintreten sollten sie Name und Telefonnummer angeben. Und nach dem Fest flatterte ihnen eine "Auftragsbestätigung" ins Haus, dass sie einen neuen Tarif für fast 40 Euro im Monat (!) bestellt hätten. Diese Leute waren noch nicht mal so doof wie ich, etwas zu unterscheiben. Aber sie dürfen sich jetzt hinsetzen, einen Widerspruch schreiben und den teuer per Einschreiben mit Rückschein an die Telekom schicken, wenn sie sichergehen wollen, dass dieser Tarif bei ihnen nicht zur Anwendung kommt.

Wo sind wir hier eigentlich? Bananenrepublik Deutschland? Kommunikation von Produkten ist eine Sache, aber so ein betrügerisches Gebaren ist kein Marketing, das ist Abzocke. Und sollte bestraft werden. Aber welcher kleine Einzelverbraucher verklagt schon die Telekom. Und wo kein Kläger, da kein Richter.

17.7.06 23:03
 


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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Stefan / Website (18.7.06 17:10)
Ich weigere mich schon lange, am Telefon und an der Haustür auch nur irgendwas zu unterschreiben. Mit Arcor hatte ich auch schon mal Stress, wenn ich auch aus dem Vertrag sofort raus kam. Aber lästig ist es allemal. Das Problem ist wohl auch, dass sich die Firmen (egal ob Telekom, Arcor ect.) sog. Promoter bedienen, die halt verprovisioniert werden und da ist jedes Mittel recht.


marinasa (23.7.06 12:33)
Hi bin wieder da, und es geht uns soweit gut:-)
Mit Arcor hatte ich seltsamer Weise nie Probleme, hab das aber schon oft von anderen gehört...
Die sind doch alle immer abgebrühter, einfach weil sie auf Provisionsbasis arbeiten, ist halt ärgerlich aber leider nicht zu ändern...:-)
Aasbande die :-)


Deliah / Website (30.7.06 18:51)
> Aber gegen Verkauf durch glatte Lügen habe ich etwas

-- Mach mal unsere Zunft nicht so nieder.
Im Marketing wird auch nicht "gelogen" - noch nicht mal unglatt! Eine positive Positionierung und ein Verkaufsfördernder Slogan sind keine Lügen Frau Light!


Light / Website (30.7.06 19:02)
Hallo Deliah, kleiner Tipp: Eintrag lesen, bevor Du kommentierst.

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