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Mein Freund, der Adler.

Er ist ein Adler mit gestutzten Flügeln, der zurück denkt an die Zeiten, als er flog. Weit flog, hoch flog, viel sah und viel erlebte. Jetzt muss er scharren wie ein Huhn, von Würmern und Käfern leben statt von glorreich erjagter Beute. Er sitzt auf einem kleinen Pfahl und träumt davon, wieder mit Albatrossen zu segeln, mit den Falken um die Wette zu spähen.

Manchmal ist es gut, ein Huhn zu sein, das Fliegen nur in Form von kleinen Hüpfern zu kennen und die Tränen des Adlers nicht zu verstehen.

Warum weint er, denkt das Huhn vielleicht dennoch, immerhin ist er ein Adler. Er ist groß und majestätisch schön. Er hat wenigstens die Erinnerung an die Höhenflüge und all die Landschaften, die ich niemals sehen werde. An die Albatrosse, die ich nicht einmal aus der Ferne beobachten konnte. Und so schlecht schmecken Würmer nun auch nicht.

19.4.06 21:30
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gabi (21.4.06 16:25)
Warum weint er, denkt das Huhn...
Wie es sich liest, hat der Adler es nicht geschafft, sich von den schönen Bildern seiner erinnerten Höhenflüge geistig ernähren zu können. Er sehnt sich noch immer nach der Vergangenheit - und so etwas nennt man Trauer.
Dem Adler wurden die Flügel gestutzt. Das impliziert einen Eingriff von aussen, der gegen den Willen des Adlers getätigt wurde. Dies macht es dem Adler schwer, die Erinnerungen loszulassen, er wird weiter trauern. Und schreien. Und wüten.
Armer Adler.

Das Huhn hingegen hat seine Phantasie. Es kennt nichts anderes als die Realität und seine Träume. Ihm steht die ganze Welt offen.
Glückliches Huhn.

Der Adler müsste lernen, in einer neuen Welt zu fliegen. Das Huhn könnte ihn unter seine Fittiche nehmen.
Aber nur wenn es der eine zulässt und der andere sich stark genug fühlt.

Letztlich bringt es nichts, wenn beide abstürzen. Dann hätten nur die Käfer etwas davon.

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