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Großstadtdschungel

Nichtsahnend schlenderte ich heute morgen vom Brötchenholen zurück nach Hause. Es nieselte etwas, kein Mensch auf den Fußwegen weit und breit. Es war wohl noch zu früh für einen Samstag. Nur ab und zu brauste vorn auf der Hauptstraße ein Auto vorbei.

Ich kam gerade bei meiner Haustür an, als ich ein seltsames Geräusch vernahm. Ein dunkles Grollen, fast nur ein vibrieren. Ich dachte zuerst, es sei irgend ein Motorengeräusch und kümmerte mich nicht weiter draum, kramte nach dem Schlüsselbund in meiner Jackentasche.

Doch da war es wieder. Das war kein Motor. Ich drehte mich um, um nachzusehen, woher dieser tiefe, rollende Laut kam. Ich erstarrte. Auf dem Gehweg, keine drei Meter von mir entfernt strich ein großes Tier an unseren kleinen, noch immer halb durchsichtigen Hecken entlang. Ich blinzelte, konnte meinen eigenen Augen nicht trauen. Das war keine Hauskatze, auch kein Hund, dafür war das Tier bei weitem zu groß.

Dann kam es hinter der Hecke zum Vorschein. Ein großer Katzenkopf mit langem Fell. Zu anderen Zeiten hätte ich die intensive, schwarz, weiß und orange Zeichnung wohl als wunderschön empfunden. Aber in diesem Moment stockte mir nur der Atem. Ein Tiger sah mich an. Ich hatte das Gefühl, dass er mir direkt in die Augen sah.

Ich blieb regungslos. Die Nüstern des Tieres bebten. In meiner Jackentasche bekam ich langsam meinen Schlüssel zu fassen. Mit klopfendem Herzen beobachtete ich die große Katze. Und sie mich. Die Ohren drehten sich ab und zu in Richtung Straße, wenn wieder ein Auto vorbeischoss, aber sie ließ den Blick nicht von mir.

Dann ertönte plötzlich ein lautes Hupen. Sofort wendete der Tiger den Kopf in Richtung des Geräusches. Das Hupen ging weiter, vermischten sich mit lauten Rufen einer vollen, männlichen Stimme. Das Tier machte zwei Schritte auf das Geräusch zu.

Ich nutzte die Ablenkung, zog meine Schlüssel heraus. Die Zeit, die ich brauchte, um den Schlüssel ins Schloss zu stecken, die Tür zu öffnen und hineinzuspringen, schien mir endlos.

Als ich die Tür hinter mir zudrückte, sah ich die große Katze noch für einen Sekundenbruchteil im Sprung. Ich warf mich von innen gegen dagegen, sie fiel ins Schloss. Genau in diesem Moment krachte der massige Körper von außen dageben. Das milchige Plexiglas riss, aber es splitterte nicht.

Das war knapp. Dieses Datum würde mir sicherlich lange im Gedächtnis bleiben.

1.4.06 10:55
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Deliah / Website (1.4.06 15:46)
Hat Hamburg Großkatzen?
Oder auch: In welchem Teil der Welt lebt noch solch gefährliches Getier, dass keinen Nadelstreifenatzung trägt...

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