Amy Winehouse hält sich jetzt bereits seit Monaten fast ununterbrochen in den Medien. Ihre Musik spielt dabei praktisch keine Rolle mehr - nur noch ihre Drogensucht, ihre Abstürze und ihre Beziehungskrisen. Als sei sie eine Soap Opera im Fernsehen. Eine Serie, in der jede Woche ein neues Drama aufgetischt werden muss. Die Medien scheinen sich davon Leser- und Enschaltqouten zu versprechen. Oder sie werden gut bezahlt.
Aber warum ist diese kaputte Göre überhaupt von Interesse?
Vielleicht brauchen die Menschen den Vergleich. Manche mögen sich identifizieren und sich danach sehnen so "unvernünftig" sein zu können. Von Popstars wird eben erwartet, dass sie Drogen nehmen und die Partner wechseln wie andere Unterhosen. Andere Fans beglückwünschen sich vielleicht selbst, dass sie trotz "kleiner Verhältnisse" nicht so tief abstürzen wie dieses Mädchen. Und es mag sein, dass wieder Andere die Fehltritte eines "Stars" als Rechtfertigung für die eigenen Schwächen sehen.
Wie auch immer. Es scheint mir fast, als würden die Medien bereits wie Geier über ihr Kreisen und sich die Schnäbel lecken. Damit sie möglichst bald über deren "tragischen" Tod berichten können. Ob die Plattenfirma schon das Amy-Winehouse-Gedächtnis-Best-Of-Album fertig hat?