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Es könnte so einfach sein.

Beim Zappen blieb ich heute bei dem Auftritt der Fantastischen Vier bei Wetten Das hängen. Der Titel: Einfach Sein. Das Leben könnte so schön einfach sein. Nun ja, der Text dreht sich eher um verulkte Wunschträume. Aber der Refrain erinnerte mich an einen Gedanken, der sich mir aus irgend einem Grunde besonders in letzter Zeit aufdrängt: Wenn alle sich an die Regeln der Rücksicht und Höflichkeit hielten, wäre das Leben so schön einfach.

Regeln die jeder kennt. Auf der Rolltreppe rechts stehen, links gehen. Funktioniert auf der ganzen Welt - nur in Deutschland nicht. Überhaupt, Rechtsverkehr. Gaaanz schwierig nicht? Rechts gehen - ich meine, auch so als Fußgänger, auf dem Gehsteig, im Kaufhaus, in der engen U-Bahn-Unterführung? Und links Platz für Überholer und den Gegenverkehr lassen. Scheint hier keiner auf die Idee zu kommen, dass das auch ohne Auto unterm Hintern praktisch sein könnte, oder?
Oder Radwege für Radfahrer freilassen? Da wird man noch grimmig angebrummelt, wenn man da klingelt. Auf dem Radweg wohlgemerkt.

Im Zug beim Einsteigen auf die Wagennummer achten, wenn man ne Reservierung hat scheint auch schwierig zu sein. Nein, es ist nicht der ganze Zug durchnummeriert, Ihr Platz 85 ist ein anderer, der in Wagen 9, nicht der hier in Wagen 8.

Oder bei C&A die Ware, die man kurz angeguckt, aber nicht anprobiert hat wieder ordentlich an den Ständer hängen? Und anprobiertes auf den Ständer vor den Umkleidkabinen hängen, von dem aus die Angestellten alles wieder einsortieren. Nee, die Zeit hat man ja nicht, einfach in der Kabine hängen oder am besten auf dem Boden liegen lassen. Bei C&A sah´s heute Abend aus, als hätte ne Bombe eingeschlagen. Blusen und Hängerchen in den Kabinen, vor den Kabinen, auf dem Fußboden, quer über die Ständer geworfen, günstigstenfalls halb zwischen die anderen Modelle gestopft. Bin direkt wieder raus. Konnte auch den Verkäuferinnen nicht böse sein - gegen so ein Chaos kommt man halt während des Tagesgeschäfts nicht an.

Auch schön heute im Supermarkt: Fragt mich ein junger Mann, wo er Pflanzenöl fände. Wusste ich nicht, wies aber auf einen Mitarbeiter des Supermarktes, der sicherlich besser helfen konnte. Wortlos zuckelte der junge Mann ab. Danke ist ein schweres Wort, nicht? Klar, ich hab ihm nicht direkt helfen kpönnen, aber im umgekehrten Falle hätte ich mich bedankt, für die kurze, freundliche Aufmerksamkeit. Aber das ist in Deutschland sowieso ganz selten. Einfach mal Danke sagen.
Ebenso ungewöhnlich: an der Kasse hinten anstellen - und wenn eine neue aufmacht einfach neu einsortieren? Neee, wettrennen und -rempeln, um die oder der Erste zu sein, macht mehr Spaß, gell?

Einfach keinen Müll auf die Straße werfen. Einfach in der vollen U-Bahn die Leute erst aussteigen lassen bevor man einsteigt und die Tasche auf den Schoß nehmen, statt mit ihr einen ganzen Sitzplatz zu blockieren. Im Auto einfach mal jemanden vor sich reinlassen aus der Nebenstraße.

In Galerien sich einfach nicht anderen Bildbetrachtern vor die Nase stellen. Hatte ich neulich wieder live und in Farbe: Zwei aufgetakelte Twen-Tussis stellten sich vor ein Bild und besprachen lauthals, wer schon wieder ne neue hat und wer mit wem in Bett war. Ich blieb weiter stehen und starrte nun gezwungenermaßen die beiden an, an Stelle des Bildes, vor dem ich gestanden hatte. Irgendwann merkten sie es, sahen mich entgeistert an, schienen dann erst zu begreifen, dass sie vor einem Bild standen und bewegten sich endlich ein paar Zentimeter weiter. Kleine Tipps: Selbst Bilder mit über 2 m Höhe möchte mancheiner ganz betrachten und tritt deshalb ein Stück zurück. Einfach einen Augenblick warten, wenn man selbst näher ran möchte. Und für den Tratsch gibt es heute in fast jedem größeren Museum ein ganz entzückendes Café.

Einfach mal mitdenken und Rücksicht nehmen. Und das Leben wäre ein wenig stressärmer und eben: einfacher.

23.6.07 23:47
 


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bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


der bote / Website (24.6.07 11:57)
Hi, bin gerade zufällig auf deinen Blog gestoßen. Deine Gedanken zur Höflichkeit und zum Mitdenken kann ich nur unterstreichen - mit vielen Ausrufezeichen! Schönen Sonntag wünscht der Bote!


marina (24.6.07 13:54)
Ach Mensch, wo lebst du denn? Warum einfach wenn es auch kompliziert geht ?Träumen kann so schön sein:-)
Nein mal im Ernst das Thema ist interessant und das seltsame daran ist das sich die meisten genau DARÜBER so eregen und dann selbst mit machen, hab ich selber erst vor kurzem gesehen, bein baden am See, da kam eine Mutti mit ihren Kids und regte sich furchtbar auf weil da etas Müll lag, wo sie ja auch Recht hatte, aber hättest mal sehen sollen wie ihr Platz aussah als sie mit ihren Kids nach zwei Stunden wieder ging!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich denke das ist noch ein schwerer Weg den Menschen soviel Bewusstsein bei zu bringen :-)...schwer vor mich hin sinnierend geh ich jetzt erst mal zu Shrek :-)


marianne / Website (24.6.07 17:54)
sehr sehr schöne Gedanken, die sich manch einer wirklich einmal mehr hinter die Löffel schreiben sollte... ganz liebe Grüße!


Light (Lichtschreiberin) / Website (24.6.07 19:18)
Kleiner Nachtrag: Ich blätterte gerade in meinen alten Beiträgen und fand einen Eintrag aus dem letzten Jahr, der diesem sehr ähnelt:
http://lichtschreiberin.myblog.de/lichtschreiberin/art/3273699/Rucksichtslosigkeit
Scheint so, dass mich das Thema immer mal wieder so sehr beschäftigt, dass ich etwas dazu schreibe.


stallinger / Website (29.6.07 20:42)
Einfach ist so schwer!


freefeeling7 / Website (29.6.07 23:19)
tja, so ist das... leider. aber das sind so sachen, die die menschen beim heutigen gesellschaftsversändnis einfach ignorieren -heutzutage ist sich jeder selbst der nächste -das ist das größte problem, das wir haben und man sieht es schon bei klenigkeiten -wir können es nur ändern, indem wir uns jeder selbst so benehmen, wie wir es von anderen erwarten -einmal konfuzius umgemodelt...

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