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To be, to do ...dobedooo

Neulich fragte mich jemand in einem Chat: Wer bist Du?
Und ich legte los: "Also ich bin Marketing-Fachfrau und Hobbyfotografin, schreiben tu ich auch gern ... " Er stoppte mich. "Nein, das tust du. Aber wer bist Du?" Ich stutzte kurz und meinte nur: "Na ich bin ich - was soll ich sonst dazu sagen?"
Wenige Tage später hatte ich mit meiner besten Freundin (knuddel Süße!) ein Gespräch über Stress und den Drang immer irgend etwas zu tun. Und dass man auch mal das Recht hat nichts zu tun, Ruhe zu finden. Dann fragte sie mich "Aber wer bin ich denn, wenn ich nichts tue?" Und meine Antwort war wieder etwas hilflos. "Na, Du bist eben Du."

Ich begann also darüber nachzudenken, wie sich eine bessere Antwort auf diese Frage finden ließe: Wer bin ich?
Die Summe meiner Physis, meiner Psyche, meiner Erfahrungen, meiner Gedanken und meiner Taten. Ein äußerst komplexes Geflecht.

Also ist erstens eine Menge da, auch wenn ich nichts tue. Es ist dann eben nur in mir. Aber es ist da.

Und zweitens verleihe ich diesem Sein durch Taten Ausdruck. Sprechen, zuhören, arbeiten, fotografieren, schreiben, helfen, meine Kleidung wählen, tanzen ... und was ich sonst alles so tue. Aber es eben nur der Ausdruck dessen, was da ist.

Drittens sehe ich keine Notwendigkeit, mich ununterbrochen auszudrücken. Ich bin - auch wenn ich nichts tue. Selbst im Schlaf bin ich. Nur dann eben nicht wahrnehmbar für andere. Wir Menschen sind soziale Wesen, daher lieben wir es, uns auszudrücken und in diesem Ausdruck auszutauschen. Wir mögen Feedback und vor allem natürlich Bestätigung. Wir brauchen Kritik, um an uns arbeiten zu können. Aber es besteht keine Notwendigkeit, das ununterbrochen zu tun. Es besteht keine Notwendigkeit, in jedem Moment des Lebens für andere nützlich oder auch nur wahrnehmbar zu sein.

Viertens beurteilen wir natürlich alle Menschen um uns anhand ihres Handelns. Aber wenn man einen Menschen näher kennenlernt, so wie zum Beispiel ich meine beste Freundin, dann wird die Wahrnehmung komplexer. Es formt sich ein Persönlichkeitsbild, das über das bloße Handeln hinausgeht. Es ist so mehrdimensional wie das Sein. Aber es ist nur ein Abbild, nicht das Sein selbst. Doch wenn man mag, dann mag man es auch dann, wenn es sich gerade keinen Ausdruck verleiht. Oder wenn es neue Facetten hinzufügt - je nach dem.

Wenn mich also demnächst jemand fragt, wer ich sei, dann antworte ich: Eine komplexe Persönlichkeit. Mit meinem Handeln verleihe ich dem Ausdruck. Lerne es kennen und kannst dir ein äußeres Bild von dem machen, wer ich im Inneren bin.

2.6.07 23:00
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


marina (3.6.07 10:53)
super gedanke, den werd ich mal so übernehmen :-)


crippled-plaything (3.6.07 11:31)
warum der smiley? ein sehr schöner eintrag, interessante gedanken. vielleicht ein denkanstoß für mich...
schönen tag wünsch ich!


Light (3.6.07 15:18)
Hallo Marina, treue Seele. :-)

@ Plaything: Der Smiley heißt zwar "well ..." und soll wohl so ein leicht verächtliches "an die Decke gucken" ausdrücken - aber ich habe ihn einfach mal als "nachdenklich" interpretiert. ;-)

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